Martina Uppendahl

Bewerbungstraining & Karriereberatung


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21.09.2020

Vorstellungsgespräche professionell vorbereiten mit einem individuellen Coaching

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Ziele eines Coachings als professionelle Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch sind individuell unterschiedlich, da jede/r eine andere Ausgangssituation hat. Grundsätzlich geht es aber darum, Sicherheit und Souveränität zu gewinnen, um die Zuhörer zu überzeugen und möglichst eine Zusage nach dem Gespräch zu erhalten. Lockerheit in Bezug auf die eigene Präsentation und auf den Umgang mit schwierigen Fragen zu erreichen ist wichtig, um auch auf unerwartete Fragen angemessen reagieren zu können, mit denen möglicherweise auch immer zu rechnen ist.

Demnach orientieren sich die Coaching-Inhalte auch immer am ganz persönlichen Bedarf. So geht es bei vielen Coachees darum, als Erstes Aufregung und Angst abzubauen, soweit vorhanden. Das gelingt häufig bereits durch das reine Wissen, wie so ein Vorstellungsgespräch normalerweise abläuft. Gerade junge Berufsstarter /-innen benötigen also erst einmal Orientierung, was konkret auf sie zukommt - inhaltlich und organisatorisch. So ist es hilfreich, das jeweilige Gespräch ganz konkret vorzubereiten und zum Beispiel mit einem Rollenspiel einzuüben - quasi als Generalprobe.

Wer das nicht mag, sollte neben der Beantwortung schwieriger Fragen, wie nach den eigenen Stärken und Schwächen, auf die authentische Selbstpräsentation fokussieren, die ich immer gern zusammen mit meinen Klientinnen und Klienten einübe. Im Bewerbungsgespräch für einen Ausbildungsplatz kann man statt mit Berufserfahrung mit der eigenen Persönlichkeit punkten. Ein ehrlicher und authentischer Auftritt ist dabei wichtig. Niemand sollte sich verstellen oder eine Rolle spielen. - Das fliegt schnell auf. Der / die Auszubildende sollte sich gut darauf vorbereiten erklären zu können, warum gerade dieser Ausbildungsplatz so gut zu ihm oder ihr passen würde und warum gerade dieses Unternehmen so interessant für die eigene Ausbildung ist - es geht also um die Motivation. Vielleicht gab es vor einiger Zeit ja sogar schon ein Praktikum über die Schule in diesem oder einem ähnlichen Bereich? Oder vielleicht arbeiten die Eltern in einem ähnlichen Beruf und es kann mit ersten Informationen aus dem Berufsalltag geglänzt werden?

Wichtig ist neben dem Inhalt vor allem aber auch die Körpersprache wie Mimik, Gestik, Blickkontakt und die Haltung. Man wirkt zu rund 80% über das persönliche Auftreten!

Wer gut über den zukünftigen Beruf und über die Produkte der Firma informiert ist, ist anderen Bewerberinnen und Bewerbern schon einen großen Schritt voraus. Am Ende gewinnt dann die reine Sympathie. Es muss einfach “passen” - auch menschlich gesehen. Letztendlich gibt es nicht DAS klassische Vorstellungsgespräch. Jedes Gespräch ist anders. Manchmal gibt es auch - gerade wenn es um einen Ausbildungsplatz geht - ein Gruppenauswahlverfahren (=Assessment Center). Hier gelten andere “Regeln” als in einem Einzelgespräch.

Dennoch gibt es bestimmte Fragen, die immer wieder im Rahmen eines strukturierten Interviews abgefragt werden, wie Stärken und Schwächen, was bedeutet Teamarbeit, warum sollte sich die Firma für den Bewerber / die Bewerberin entscheiden, warum gerade dieser Ausbildungsberuf, was weiß man schon über die Firma, wo sieht man sich in 5 Jahren, warum kein Studium (bei Abiturienten) usw. Der mögliche Fragenkatalog ist lang. Je selbstreflektierter der/die Bewerber/ -in ist und sich schon Gedanken gemacht hat, welcher Beruf evtl. zu den eigenen Kompetenzen passen würde oder was man gern macht, hat Vorteile.

Bewerber / -innen sollten auf jeden Fall wissen, welche Aufgaben im jeweiligen Beruf zu erledigen sind und begründen können, warum diese die richtigen Tätigkeiten für die berufliche Zukunft wären. Informationen zu Berufen findet man z.B. über die Agentur für Arbeit unter BERUFENET https://berufenet.arbeitsagentur.de/

Bei der optimalen Vorbereitung ist zunächst wichtig, dass man sich selbst vor anderen vorstellen kann und ein bisschen über sich persönlich sprechen kann (z.B. warum man sich für den Beruf entschieden hat, was man gern in der Freizeit macht und welche Fächer in der Schule die liebsten waren). Helfen kann hier z.B. ein Bewerbungscoaching. Das kann man gut üben, indem man sich das selbst aufsagt oder vor Familie und Freunden, und sich ein Feedback einholt, wie man gewirkt hat. Man kann auch ein Handyvideo von sich selbst drehen und schaut es sich hinterher an. Da merkt man dann schon ganz gut selbst, wo es Verbesserungsbedarf gibt und was schon ganz gut geklappt hat. Am Ende aber ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jede/r hat Verständnis für Nervosität und leichte Unsicherheiten - gerade wenn es um einen Ausbildungsplatz geht. So haben ja schließlich auch die Interviewer einmal angefangen.

Beim Firmenwissen kann man sich neben der Website des Unternehmens auch gut auf Karrieremessen über das Unternehmen informieren. In Hamburg wären da insbesondere “stuzubi”, “abiup” und die “vocatium” als Ausbildungsmessen zu nennen. Dort erfährt man viel über Berufe, Unternehmen und was die Bewerbung betrifft. Oft berichten ehemalige Azubis aus der Praxis, was sehr hilfreich sein kann. Man kann auch schon eine fertige Bewerbungsmappe mitnehmen. So ist man optimal darauf vorbereitet, diese direkt vor Ort dem möglichen Ausbilder / der Ausbilderin persönlich zu überreichen. Damit kann man gleich einen guten ersten Eindruck machen! Mit einem Messebesuch kann man dann auch im Bewerbungsgespräch punkten, denn das zeigt besondere Einsatzbereitschaft dabei, den richtigen Arbeitgeber für sich zu finden und gibt dann wiederum auch dem zukünftigen Ausbildungsbetrieb die Sicherheit, sich für den / die richtigen Kandidaten / Kandidatin zu entscheiden. Auch bei der Handelskammer erhält man Auskünfte oder natürlich im Arbeitsamt. 
In den sozialen Netzwerken wie XING, LinkedIn oder auch bei Facebook und Instagram erfährt man viel über Unternehmen, weil heute fast jede Firma einen solchen Online-Auftritt hat und immer sehr an passenden Nachwuchskräften interessiert ist.

Am wichtigsten ist es zunächst, die eigene Wirkung zu optimieren - also die Körpersprache, Mimik, Gestik und Haltung. Dazu kommt die Vorstellung seines Lebenslaufes vor Publikum, also die Selbstpräsentation. Das ist die wichtige Grundlage. Das geht im Rollenspiel oder im Gespräch mit einer anderen Person. Erst wenn das sitzt, geht es um die Beantwortung möglicher Fragen und der Umgang mit schwierigen Fragen, das Notieren eigener Fragen und die Inhalte der Ausbildung und natürlich ein paar Fakten zum Unternehmen. Je besser man sich über den Ausbildungsberuf informiert hat, desto besser natürlich. Auch sollte das Unternehmen merken, dass grundsätzlich ein großes Interesse darin besteht, eine Ausbildung erfolgreich bis zum Ende zu absolvieren. Wie man das vorbereitet, ist verschieden. Viel lesen im Internet ist hilfreich. Vor allem auf der Website des Unternehmens. Wichtig ist es aber vor allem, mit jemandem zu üben, der ein ehrliches Feedback gibt und zu dem man Vertrauen hat, um schnell Sicherheit gewinnen zu können. Z.B. mit einem Bewerbungscoach, der einem sympathisch ist.
Wer kein Abitur hat, hat vielleicht den Vorteil, schon erste praktische Erfahrungen gemacht zu haben, da die Schulzeit nicht so lang war. Diese wertvollen Praxis-Erfahrungen können entweder in Form von Praktika, Schülerjobs oder auch über ehrenamtliches Engagement gesammelt worden sein. Praxisbezug kann sogar ein Vorteil sein, durch den man eher eingestellt wird. Auch Hobbies sind dabei zu berücksichtigen, denn in der Sportmannschaft beweist man auch schon dass man gut in einem Team arbeiten kann.

Ansonsten können aber auch Reisen oder Auslandsaufenthalte von Vorteil sein, wenn es z.B. um die Bewerbung bei einem internationalen Unternehmen geht.

Es gibt wirklich sehr viel Literatur, das kann wirklich verwirrend sein. Es gibt auch viele gute und sehr gute Ratgeber, aber ich möchte hier nicht konkret werden. Ganz einfach aus dem Grund, dass gerade die individuelle Vorbereitung im Vordergrund stehen sollte und eben nicht der STANDARD. Denn der / die Standard-Kandidat/ -in wird auch nicht die Stelle bekommen. Gefragt ist Persönlichkeit und Individualität. Niemand möchte jemanden einstellen, der nur irgendwelche Phrasen auswendig gelernt hat. Das macht wenig Sinn.

Jemand der / die dem Ausbilder sympathisch ist und sich gut auf das Unternehmen vorbereitet hat, wird auch nicht übel genommen, wenn mal eine Frage nicht beantwortet werden konnte. Was die Gehaltsvorstellung betrifft, so haben Auszubildende leider keinen Verhandlungsspielraum. Manche Unternehmen vereinbaren jedoch auch – meist eher nach der Ausbildung – individuelle Ziele, die einmal pro Jahr in einem Jahresgespräch überprüft und besprochen werden. Ggf. schließen sich dann sogenannte variable Einmalzahlungen an, die an die eigene Leistung geknüpft ist - je nachdem wie gut also diese Ziele erreicht werden. In einem vertrauensvollen Ausbildungsverhältnis sollte man im Idealfall aber offen und ehrlich über alle Themen sprechen können. Allerdings sollte das was ich als Azubi alles bekomme (Urlaub, Ausbildungsvergütung, Fahrkarte usw.) nicht vom Auszubildenden selbst im ersten Gespräch thematisiert werden. Das könnte unverschämt wirken. Sicher ist, dass vor Unterzeichnung des Vertrages das Unternehmen von sich aus über die jeweiligen Konditionen sprechen. 

In diesem Sinne wünschen wir viel Erfolg bei der professionellen Vorbereitung!

Herzlichst,
Ihre Martina UppendahlHelp.jpg

Martina Uppendahl - 15:25:39 @ Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung | Kommentar hinzufügen

29.02.2020

Was ist eine Initiativbewerbung und wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

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Was ist eine Initiativbewerbung und wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

Zunächst möchte ich an dieser Stelle auf meinen bereits hier im Blog erschienenen Artikel „Die überzeugende Initiativbewerbung“ hinweisen. Dort finden Sie bereits erste Informationen zum Thema der Initiativbewerbung.

Da ich in meiner Beratung jedoch in letzter Zeit immer wieder mit der Frage der Initiativbewerbung konfrontiert werde, dachte ich mir, es bedarf eines weiteren Artikels dazu hier im Blog, denn viele Bewerber/ -innen haben noch immer Probleme bei der Formulierung einer solchen besonderen Bewerbung und wissen eigentlich gar nicht genau was das bedeutet und wann es Zeit für diese Art der Unternehmensansprache ist.

Was zunächst bedeutet denn überhaupt eine Initiativbewerbung?

Das Wort „Initiativbewerbung“ besteht aus „Initiative“ und aus der klassischen „Bewerbung“. 

Diese Form der Bewerbung basiert auf der Herkunft der Initiative, wer also den Anstoß für die Bewerbung gibt. Normalerweise ist das ja ein Unternehmen, das eine konkrete Stellenausschreibung herausgibt, weil es einen externen Personalbedarf gibt. Eine solche Ausschreibung liegt hier nicht vor und bildet nicht die Basis für eine Bewerbung. Nach außen betrachtet gibt es keinen Grund, sich zu bewerben. In diesem Falle erfolgt der Antrieb zur Bewerbung allein durch den Bewerber oder die Bewerberin, weil er oder sie der Firma die eigene Arbeitskraft anbietet – z.B. aus dem Wunsch heraus, Teil dieses Unternehmens zu werden. 

Da es nun eben keine Stellenausschreibung vorliegt, besteht momentan auch keine Stelle in der Firma, an die man eine Bewerbung adressiert. Und das ist genau auch die Schwierigkeit und der Grund für eine eher geringe Chance auf Erfolg bei dieser Art der Bewerbung:

Wenn das Unternehmen keine Stelle ausgeschrieben hat, besteht also auch kein Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – zumindest nicht offiziell. Warum also sollte das Unternehmen, bei dem ich mich initiativ bewerbe, mich also trotzdem – nur aufgrund meiner Bewerbung - zu einem Gespräch einladen?
Das ist die zentrale Frage, auf die Ihre Initiativbewerbung Antworten liefern sollte. 

Was konkret bieten Sie an (und sonst evtl. niemand anderes oder nur wenige andere?) oder worin haben Sie Erfahrungen? Diese Angaben sollten für die Firma von großem Interesse sein. 

Ein weiterer Punkt, damit eine Initiativbewerbung erfolgreich sein kann ist zudem der richtige Zeitpunkt dafür – kommen Sie dort an „zur richtigen Zeit und am richtigen Ort.“

Eine willkürlich erstellte Bewerbung wird hier wenig erfolgreich sein. Es gilt, das zu bewerbende Unternehmen möglichst gut zu kennen (da es sich um einen Wunscharbeitgeber für Sie handelt) und seine Neuigkeiten möglichst genau zu verfolgen:
Was passiert denn eigentlich gerade in der speziellen Branche des Unternehmens? Gibt es evtl. gerade eine Umstrukturierung oder bahnt sich eine solche bald evtl. an? Wertvolle Informationen liefern dazu die Wirtschaftsnachrichten und die eigenen Pressemitteilungen der Firma. 

Lesen Sie diese gründlich und informieren Sie sich in verschiedenen Medien!

Und letzten Endes muss das Unternehmen natürlich auch Budget zur Verfügung haben, um jetzt gerade jemanden einstellen zu können. Das können Sie meistens nicht wissen – dabei sollten Sie auch ein bisschen auf Ihr Glück vertrauen. 
Erst wenn all diese Punkte schlüssig zusammentreffen, besteht eine reelle Chance auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. 

Sollten Sie also überlegen, ob Sie sich auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben oder initiativ, bestehen die größeren Chancen wohl meist bei der ausgeschriebenen Vakanz.

Dennoch stellt die Möglichkeit der Initiativbewerbung eine Chance dar und sollte auch weiterhin genutzt werden. 
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, Ihren Wunscharbeitgeber von sich zu überzeugen – auch wenn eigentlich gar kein Bedarf dort besteht. 

Herzlichst, Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 15:23:34 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen

20.07.2019

7 hilfreiche To Do´s wie Sie als Bewerber/-in das „Sommerloch“ aktiv für sich nutzen

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Sommer, Sonne, Sonnenschein und alles läuft so wie Sie es sich gerade idealerweise auch vorstellen. Oder?
Man könnte ja meinen, dass die Stellensuche im Sommer leichter und irgendwie besser laufen sollte als im Herbst / Winter, wenn es draußen trist und grau ist. Eigentlich. 
Wären da nicht „nur“ die besonderen Herausforderungen am deutschen Arbeitsmarkt, die die Jobsuche gerade in der hellen Jahreszeit deutlich erschweren:

Das „Sommerloch“.

Vielleicht haben Sie sich selbst ja auch schon einmal in missmutiger Stunde bei dem Gedanken erwischt, dass „viele Personalentscheider und Führungskräfte sich ausgerechnet gerade jetzt nicht am Arbeitsplatz befinden, sondern im Urlaub!“? Doch gönnen Sie ihnen bitte den wohlverdienten Urlaub! 

Es ist festzustellen, dass es in den online Stellenbörsen momentan wenige bis sehr wenige und zudem kaum neue Stellenausschreibungen gibt. Die darin vorhandenen Jobs kennen Sie schon fast auswendig und es tut sich auch irgendwie so gar nichts Neues? Geld haben Sie auch derzeit nicht so viel übrig, als dass Sie es der Gegenseite nachmachen und Ihrerseits in den Urlaub fahren könnten? 

Kopf hoch – es gibt selbst während des „Sommerlochs“ viel, was Sie selbst tun können und vielleicht gerade jetzt auch definitiv tun sollten, wenn Sie schon bald als Bewerber/ -in erfolgreich sein möchten:

1. Bringen Sie doch mal Ihre Bewerbungsunterlagen „auf Vordermann“:
Wie lange bewerben Sie sich eigentlich schon und wann haben Sie sich zuletzt eigentlich Ihren Lebenslauf angesehen? Ist das Anschreiben im Stil noch aktuell und wie steht es denn um Ihre Anlagen, wie Zeugnisse, Referenzen und Zertifikate?
Es lohnt sich, nach einigen Monaten der aktiven Bewerbungsphase einen grundsätzlichen Check Up der eigenen Unterlagen durchzuführen. 

Achten Sie dabei vor allem darauf, ob sich in der Zwischenzeit seit dem letzten Eintrag im CV evtl. etwas Neues ergeben hat, wie soziales Engagement, Kurse, Seminare oder Nebenjobs. (Fast) alles ist dabei wichtig, denn Sie sollten nach außen hin immer aktiv erscheinen. 

Könnten Sie Ihre Zeugnisse und Zertifikate evtl. ausdünnen oder sogar neu strukturieren?
Es gibt viele Ideen und Möglichkeiten, die Papiere inhaltlich und optisch „aufzupeppen“. Lassen Sie ggf. jemand anderen querlesen, denn vier Augen sehen oft mehr als zwei. 

2. Gönnen Sie sich eine bewusste kleine Auszeit:
Auch wenn die eigenen Finanzen während der Stellensuche vielleicht gerade nicht die besten sind, sollten Sie sich eine kleine Auszeit gönnen, in der Sie Abstand vom Bewerbungsprozess nehmen. Nur so können Sie langfristig motiviert und konzentriert arbeiten. 

Es muss ja nicht gleich die große Fernreise sein, aber ein gewisser Abstand und vor allem auch ein Ortswechsel bewirken oft Wunder. Vielleicht gönnen Sie sich einfach mal einen schönen Tagesausflug oder sogar mal ein Wochenende in einer anderen Stadt? Das muss gar nicht teuer sein. Es gibt oft günstige Angebote für die dich rechtzeitig vorausplanen. Falls Sie arbeitslos sind: Bitte nicht vergessen, vorher beim Jobcenter oder bei der Agentur eine Ortsabwesenheit zu melden!

3. Recherchieren Sie Arbeitgeber:
Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten online Portale, wie XING, LinkedIn, Kununu etc., in denen Sie weitergehende Nachforschungen über Ihre „Traumarbeitgeber“, bei denen Sie ja vielleicht auch schon eine Bewerbung laufen haben, anstellen können.
Nutzen Sie die Urlaubszeit und informieren Sie sich ggf. auch in der Presse. Finden Sie heraus, ob das Wunschunternehmen auch wirklich so positiv dasteht. Auch ein Blick in die Bilanz kann bei Konzernen sehr aufschlussreich sein. Zudem können Sie im Bewerbungsgespräch dann ggf. mit Wissen glänzen, dass nicht jede Kandidatin, bzw. jeder Kandidat aufweisen kann – eine Win-Win-Situation also. 

4. Lesen Sie Fachliteratur:
Gerade Sie als Experte / Expertin sollten im Vorstellungsgespräch als solche/r überzeugen können. Auch ist eine beliebte Frage bei Hobby-Lesern, welchen Buchtitel Sie gerade lesen. Dazu sollten Sie immer ein Buch nennen können. Ist das Buch dann auch noch ein Fachbuch, glänzen Sie gleich umso mehr. Keine Angst – an dieser Stelle dürfen Sie gern als „Streber“ gelten. 

5. Überprüfen Sie Ihre mentale Power und lassen Sie sich coachen:
Wie fühlen Sie sich eigentlich gerade in Ihrer Position als Bewerber/-in? Sind Sie voll motiviert und kennen Sie all Ihre persönlichen Stärken und Erfolgsfaktoren? Oder gibt es aktuell kleine Schwächen, die Ihnen (immer wieder) im Wege stehen? Wie steht es um Ihr Selbstwertgefühl? Gehen Sie „auf Augenhöhe“ in die Vorstellungsgespräche oder fühlen Sie sich minderwertig, weil Sie vielleicht arbeitslos geworden sind? 
Ein professionelles Coaching kann Ihnen hier helfen. Suchen Sie sich dazu einen Berater, der zu Ihnen passt und den Sie auch menschlich sympathisch finden. Vertrauen spielt beim Coaching eine zentrale Rolle. 

6. Kümmern Sie sich um die Familie und Freunde:
Gerade eine Stellensuche ist oft langwierig und ein Full-Time Job. Das Suchen nach passenden Stellen und die Formulierung individueller Anschreiben sowie das Wahrnehmen der anstehenden Gespräche, das Netzwerken und die Pflege der Profile in den sozialen Netzwerken nimmt viel Zeit in Anspruch, die in vielen Fällen von der Zeit für Freunde und Familie abgezweigt werden muss. 

Rufen Sie doch mal wieder jemanden an, den Sie lange nicht mehr gesprochen haben oder treffen Sie sich auf ein sommerliches Getränk oder Abendessen in gemütlicher Runde. Momentan passiert sowieso nicht allzu viel in Bezug auf die Jobsuche. So laden Sie gleichzeitig auch Ihren Akku wieder mit schönen Erlebnissen auf, wovon Sie mental deutlich profitieren. Machen Sie etwas Schönes und sammeln Sie positive Eindrücke!

7. Lassen Sie sich auch mal hängen:
Wer immer nur auf Abruf ist, um keine Einladung zu einem Gespräch zu verpassen und immer gestylt und ordentlich in die Gespräche gehen muss, der hat sich auch mal eine Auszeit verdient. Lassen Sie sich auch mal hängen und bleiben Sie doch auch mal einen ganzen Tag lang geplant faul, wenn Sie können. Lassen Sie auch den Haushalt Haushalt sein. Schlafen Sie länger und nehmen Sie sich Zeit für sich selbst, wenn Sie können. 

Der nächste Job kommt ganz bestimmt und das ist meistens dann auch sehr schnell. Nutzen Sie die freie Zeit – sie wird voraussichtlich nicht mehr so schnell zurückkommen!

Ganz in diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen einen schönen Sommer!

Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 11:28:24 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen


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