Martina Uppendahl

Bewerbungstraining & Karriereberatung


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23.04.2018

Der souveräne Umgang mit einem „Problem-Lebenslauf“

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Nicht immer läuft alles so wie geplant im Laufe des Berufslebens und insofern auch nicht im beruflichen Werdegang. Solche Ereignisse haben letztlich immer auch Einfluss auf Ihren schriftlichen Lebenslauf. 

Die zu klärende Frage ist zunächst, wie konkret unsere moderne Arbeitswelt einen sogenannten „Problem-Lebenslauf“ definiert. Wichtig vorauszuschicken ist hier der generelle Einfluss von Subjektivität. Fragen Sie drei Personen, werden Sie dabei gelegentlich auch auf mindestens drei Meinungen treffen. Die folgenden Tatsachen können grundsätzlich einen negativen Einfluss auf den Lebenslauf nehmen und ihn bei mehreren zusammentreffenden Fakten, bzw. bei extrem ausgeprägten Ereignissen in Kombination oder einzeln zum „Problem-Lebenslauf“ mutieren lassen:

• Kurze Betriebszugehörigkeiten (z.B. unter 1,5 Jahre)
• Extrem kurze Betriebszugehörigkeiten (einige Monate)
• Kündigungen / Wechsel in der Probezeit
• Längere oder sogar lange Zeiten ohne Beschäftigung (z.B. ab 6 Monaten, bzw. auch Jahre)
• Häufige Wechsel zwischen den Abteilungen in einem Unternehmen ohne ersichtlichen Aufstieg
• Hin- und Herspringen zwischen unterschiedlichen Arbeitsbereichen oder hierarchischen Positionen in unterschiedlichen Stellen etc.

Die Liste ist lang. 

Es kann beispielsweise durchaus vorkommen, dass Sie ungewollt ein Unternehmen verlassen müssen und manchmal vielleicht auch schon früher als geplant. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Manchmal erfährt der Stelleninhaber auch nicht einmal den wahren Grund - andere Begründungen werden vorgeschoben. Häufig basiert solch ein ungeplanter Wechsel jedoch auf einer betriebsbedingten Kündigung, wenn also beispielsweise der Arbeitsplatz entfällt oder die Stelle ins Ausland verlagert wird. -In Zeiten der Prozess- und Kostenoptimierung relativ häufig vorkommend.

Natürlich entstehen so mitunter auch kurze Verweilzeiten in Unternehmen. Gelegentlich ist der Wechsel natürlich auch durch den Mitarbeiter selbst bedingt – wie bei einer Eigenkündigung - um eine andere Stelle anzutreten, weil irgendetwas an der Firma, am Vorgesetzten oder am Team nicht gepasst hat. Außerdem geschehen im Leben nun auch einmal Dinge, die sich einfach nicht planen lassen und die man nicht beabsichtigt. Ein längerer Arbeitsausfall und somit u.U. auch eine Lücke im Lebenslauf kann schließlich auch durch eine schwere Erkrankung begründet sein.

In jedem Fall steht der Bewerber mit einem oder sogar mehreren solcher Wechsel oder Kurzzeiten zwischen den Unternehmen oder mit längeren oder häufigen Zeiten ohne Beschäftigung oft vor der großen Herausforderung, den eigenen Lebenslauf trotzdem optimal „verkaufen“ zu müssen. -Nämlich spätestens dann, wenn es ins Vorstellungsgespräch geht. 
Wie nun aber verhalten Sie sich grundsätzlich bei gleichbleibender Souveränität mit solch einem „Problem-Lebenslauf“? Wie gelingt die Formulierung einer dazu passenden Bewerbungsstrategie und wie stellen Sie den Lebenslauf strukturell auf dem Papier dar, damit er auch weiterhin und zukünftig Anklang beim Leser findet?

Denken Sie an Ihre Festplatte: Auch diese sollte hin und wieder defragmentiert werden. Ebenso sollten Sie mit den einzelnen Puzzleteilen Ihrer Berufstätigkeit umgehen. Grundsätzlich ist jede Situation anders und zunächst immer individuell zu prüfen, bevor eine konkrete Strategie dazu entwickelt wird. Es passt eben gerade bei diesem Thema nicht alles für jeden und jede Situation – besondere Überlegungen müssen jeweils angestellt werden.

Manchmal lassen sich viele Kurzstationen thematisch einfach gut und schlüssig zusammenfassen. Eine andere Möglichkeit besteht auch darin, den Lebenslauf nach Themen oder Berufsfeldern aufzubauen – abseits des gewohnten Aufbaus. Kurze Zeiten ohne Beschäftigung (bis zu zwei, drei Monaten) gelten nicht zwangsläufig als „Lücke“ und müssen daher auch nicht unbedingt benannt werden. Es ist nicht immer davon auszugehen, dass man nahtlos von Stelle zu Stelle gelangt. 

Vielleicht aber waren Sie auch sehr lange in einem einzigen Unternehmen und hatten darin unterschiedliche Stellen? Dann stellen Sie doch einfach mal den Gesamtzeitraum in dem Unternehmen als eine Position in Ihrem beruflichen Werdegang dar – so wird die Gesamtdauer wesentlich transparenter und ist für den Leser schneller zu erkennen.

In jedem Falle sollten Sie jedoch selbstbewusst bleiben – schriftlich und in der mündlichen Präsentation - und möglichst dicht an der Wahrheit. Allerdings ist auch festzustellen, dass die volle Wahrheit nicht immer gut ankommt, bzw. einem Kandidaten auch dauerhaft im Wege stehen kann. 

Hand aufs Herz: Welches Unternehmen stellt beispielsweise einen Kandidaten ein, der offen und ehrlich zugibt an einer schweren psychischen Erkrankung zu leiden, die auch den Arbeitsalltag beeinflussen kann? Wird in solch einem Fall nicht doch eher geprüft, ob es evtl. noch einen anderen Kandidaten gibt, der „noch besser passt“? Leider wird das häufig der Fall sein – vor allem der Leistungsgesellschaft geschuldet, in der wir uns alle zusammen bewegen. 

Allerdings gibt es natürlich immer auch positive Gegenbeispiele. 

Jeder Bewerber muss auf jeden Fall für sich abwägen, wie offen und ehrlich er oder sie sich präsentieren kann und möchte. Es kann aber auch ratsam sein, gerade ganz bewusst offen und ehrlich mit einer solchen Herausforderung umzugehen. Denn nur so werden Sie letztendlich erfahren, in welchem Unternehmen und in welchem Umfeld Ihr „Thema“ eine untergeordnete Rolle spielt und stattdessen Wert auf Ihre Persönlichkeit und Ihre Arbeitsleistung gelegt wird. 

Bleiben Sie immer authentisch und verbiegen Sie sich nicht – auch wenn es einmal unangenehm wird. Es wird sich immer ein Umfeld finden, in das Sie optimal hineinpassen und in dem Sie wertgeschätzt werden. 

Das Wichtigste bleibt dabei Ihr Selbstwertgefühl, Ihr Durchhaltevermögen und Ihre Zuversicht. 

Herzlichst Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 09:08:13 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen

19.02.2018

Die Digitalisierung im Bewerbungsprozess erfordert umso mehr Persönlichkeit - haben Sie Mut und entzünden Sie Ihr Feuer!

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Bewerbungen werden kaum noch akzeptiert, wenn sie persönlich abgegeben werden. Telefonate mit der Personalabteilung vor dem Verfassen Ihrer Bewerbung werden gefühlsmäßig oft eher als störend empfunden. Den richtigen Ansprechpartner persönlich am Telefon zu fassen zu bekommen ist sehr schwer geworden. Große Unternehmen möchten Bewerbungen meist nur noch standardisiert über die eigene Karriere-Website erhalten.
 
 
 
Die Digitalisierung hat den Bewerbungsprozess fest im Griff und ist nicht mehr daraus wegzudenken. In einigen Konzernen werden eingehende Bewerbungen sogar nur noch von Maschinen gesichtet und nur bei der richtigen Nennung zur ausgeschriebenen Stelle passender Schlagworte wird die Bewerbung als positiv und passend empfunden und landet mit viel Glück auf dem “Einladungsstapel”.
 
 
 
Doch wo bleibt bei all der Standardisierung von Abläufen und Prozessen überhaupt noch Raum für die Persönlichkeit des Kandidaten?
 
 
 
Von vielen Bewerbern hören wir immer wieder diesen Einwand - doch so wahr er auf den ersten Blick auch zu sein scheint, so unbegründet ist er doch:
 
Aufgrund vorgenannter Gründe ist die Hürde heute noch viel höher geworden, aus der Masse der Bewerbungen positiv hervorzustechen und somit auf den Stapel zu gelangen, der zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch führt. Eben genau darum erfordert die Bewerbung an sich heute höhere inhaltliche und gestalterische Ansprüche.
 
“Null-acht-fünfzehn”-Anschreiben sind dabei absolute No-Go`s. Ebenso muss der Lebenslauf optisch ansprechend gestaltet werden und inhaltlich schlüssig sein - der “rote Faden” klar erkennbar. Die Persönlichkeit des Bewerbers ist mittlerweile geradezu der Schlüssel zum Erfolg.
 
Je mehr standardisierte Verfahren verwendet und umso gleichförmiger die Abläufe gestaltet werden, umso größer ist das menschliche Verlangen nach Abwechslung und nach dem Besonderem. Schließlich hat jeder Mensch einen anderen Geschmack und entscheidet von Natur aus immer rein subjektiv. Und nun kommen Sie:
 
 
 
Haben Sie Mut, sich Ihrer Stärken und Besonderheiten zu bedienen!
 
 
 
Entfachen Sie beim Leser Ihrer Bewerbung Ihr Feuer!
 
 
 
Bedienen Sie sich einer emotionalen Ansprache und bringen Sie Ihre Persönlichkeit auf den Punkt - betonen Sie dabei vor allem was Sie anders machen als andere Personen und warum Sie besser zum Unternehmen passen als andere Kandidaten. Welches sind Ihre Alleinstellungsmerkmale, schreiben Sie doch auch mal ehrlich von einer kleinen aber sympathischen Schwäche - Humor darf auch wohl dosiert eingesetzt werden.
 
 
 
Werden Sie kreativ! Erlaubt ist alles was Sie direkt ins Bewerbungsgespräch führt. Probieren Sie doch auch mal neue Herangehensweisen und Formulierungen aus.
 
 
 
 
 
Um das nötige Handwerkszeug zur Vorbereitung optimaler digitaler Unterlagen kommen Sie nicht herum, aber scheuen Sie sich bitte nicht davor, sich dieses Wissen kurzfristig anzueignen. Auch mögliche Berührungsängste vor Themen wie Speicherpfad, Dateigröße, Anhangskomprimierung usw. sollten Sie dringend ablegen - inhaltlich gesehen geht es dann ja immer wieder genau um das Thema, mit dem Sie sich am besten auskennen (sollten):
 
 
 
Um Sie selbst.
 
 
 
Setzen Sie also gerade in Zeiten der Digitalisierung verstärkt auf die Ansprache menschlicher Werte und Bedürfnisse - Sie werden sehen, dass Sie so wesentlich mehr Erfolg mit Ihren Bewerbungen haben werden.
 
 
 
Präsentieren Sie Ihre einzigartigen “Verkaufsargumente”, dann werden Sie schon bald auch der einzige Kandidat sein, der erfolgreich “eingekauft” wird.

Martina Uppendahl - 15:54:58 @ Bewerbungsunterlagen, Coaching und Karriereberatung | Kommentar hinzufügen

12.11.2017

Erfolg hat Profi(l) – Entwickeln Sie Ihr ganz spezielles Erfolgsprofil!

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Sie bewerben sich fleißig regelmäßig und haben standardmäßig mehrere „Eisen im Feuer“, jedoch bleibt der gewünschte Erfolg mit Ihren Bewerbungen bisher aus? 

Fleiß und die damit einhergehende regelmäßige Erstellung neuer Bewerbungen ist zwar auch eine wichtige Eigenschaft und gleichermaßen eine gute Basis-Voraussetzung für den lang ersehnten Bewerbungserfolg, aber eben auch nicht alles. 

Grundsätzlich sollten Sie daran arbeiten, mehr nach der Prämisse „Qualität statt Quantität“ zu handeln und Ihre Bewerbungen mit Bedacht und immer sehr zielgerichtet zu erstellen und zu versenden. Bitte beachten Sie stets, dass auch Ihr Name als interessanter Kandidat schnell verpuffen kann am Arbeitsmarkt. Es genügt oft schon, dass Ihr Profil mehrfach bei einem Unternehmen vorgelegt wird, um sich ins Marketing-Aus zu katapultieren. Dies kann allein schon schnell dadurch passieren, dass Sie „zur Sicherheit“ gleich mehrere Personalberatungsfirmen in Ihre Stellensuche involviert haben und zur gleichen Zeit streuen. 

Wie aber entsteht nun ein Erfolgsprofil?
Grundsätzlich kann sich jeder Bewerber ein eigenes Erfolgsprofil erstellen, aufbauen und vermarkten – ganz egal aus welcher Branche Sie kommen oder welche Stellen Sie zuvor besetzt haben. Sogar ein Langzeitarbeitsloser kann sich mit der richtigen Portion und der optimalen Mischung aus Motivation, Zuversicht und Zielorientierung zum Erfolg profilieren!

Für Sie klingt das jedoch zu aufwändig und anstrengend, denken Sie sofort?
Nun – und genau hier liegt bereits „der Hase im Pfeffer“!

Sie benötigen zunächst vor allem einmal die richtige Grundeinstellung und den Willen, erfolgreich zu sein. Diese mentalen Eigenschaften kann man trainieren, bzw. sich relativ schnell aneignen. Sie bilden die Basis für alle weitern Schritte auf Ihrem Weg zur optimalen Selbstvermarktung.

Der nächste relevante Step führt Sie zu einer intensiven – und manchmal sicherlich auch schmerzvollen – Auseinandersetzung mit sich selbst. Darum werden Sie nicht herumkommen. Denn je besser Sie sich selbst kennen, desto erfolgreicher werden Sie sich auch selbst vermarkten (können). Oder können Sie ad hoc Ihre drei größten Stärken und Schwächen nennen, wenn ich Sie jetzt anrufen würde? 

Erfolg haben Persönlichkeiten – und jeder ist eine eigene Persönlichkeit. Auch Sie! 

Doch was macht Sie und Ihre Persönlichkeit vor allem aus und was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern? Was können Sie besser als andere oder warum sollte man sich für Sie entscheiden?

Vielleicht haben Sie die ein oder andere Frage ja schonmal gehört? Tatsächlich handelt es sich hierbei um beliebte und relativ häufige Fragen im Vorstellungsgespräch.

Ein gutes Profil muss nicht zwingend so sein wie die Masse – sogar das Gegenteil ist der Fall: 

Erst wenn Sie deutlich machen können, warum Sie sich von anderen Personen unterscheiden – vielleicht sogar auch anhand Ihrer ganz persönlichen Defizite – schärfen Sie Ihr Profil. Perfektionismus ist nicht nur allgegenwärtig, sondern mittlerweile auch langweilig. Sind es nicht gerade die Ecken und Kanten, die eine Person einzigartig und bewundernswert werden lassen? 

Glauben Sie mir – auch Sie können genau diese eine Person sein und sind es wahrscheinlich sogar schon. -Sie wissen (oder glauben) es wahrscheinlich nur noch nicht!

Zeigen Sie Profil!

Herzlichst, Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 17:45:18 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung | Kommentar hinzufügen