Martina Uppendahl

Bewerbungstraining & Karriereberatung


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29.02.2020

Was ist eine Initiativbewerbung und wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

Initiativbewerbung schreiben.jpg
Was ist eine Initiativbewerbung und wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

Zunächst möchte ich an dieser Stelle auf meinen bereits hier im Blog erschienenen Artikel „Die überzeugende Initiativbewerbung“ hinweisen. Dort finden Sie bereits erste Informationen zum Thema der Initiativbewerbung.

Da ich in meiner Beratung jedoch in letzter Zeit immer wieder mit der Frage der Initiativbewerbung konfrontiert werde, dachte ich mir, es bedarf eines weiteren Artikels dazu hier im Blog, denn viele Bewerber/ -innen haben noch immer Probleme bei der Formulierung einer solchen besonderen Bewerbung und wissen eigentlich gar nicht genau was das bedeutet und wann es Zeit für diese Art der Unternehmensansprache ist.

Was zunächst bedeutet denn überhaupt eine Initiativbewerbung?

Das Wort „Initiativbewerbung“ besteht aus „Initiative“ und aus der klassischen „Bewerbung“. 

Diese Form der Bewerbung basiert auf der Herkunft der Initiative, wer also den Anstoß für die Bewerbung gibt. Normalerweise ist das ja ein Unternehmen, das eine konkrete Stellenausschreibung herausgibt, weil es einen externen Personalbedarf gibt. Eine solche Ausschreibung liegt hier nicht vor und bildet nicht die Basis für eine Bewerbung. Nach außen betrachtet gibt es keinen Grund, sich zu bewerben. In diesem Falle erfolgt der Antrieb zur Bewerbung allein durch den Bewerber oder die Bewerberin, weil er oder sie der Firma die eigene Arbeitskraft anbietet – z.B. aus dem Wunsch heraus, Teil dieses Unternehmens zu werden. 

Da es nun eben keine Stellenausschreibung vorliegt, besteht momentan auch keine Stelle in der Firma, an die man eine Bewerbung adressiert. Und das ist genau auch die Schwierigkeit und der Grund für eine eher geringe Chance auf Erfolg bei dieser Art der Bewerbung:

Wenn das Unternehmen keine Stelle ausgeschrieben hat, besteht also auch kein Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – zumindest nicht offiziell. Warum also sollte das Unternehmen, bei dem ich mich initiativ bewerbe, mich also trotzdem – nur aufgrund meiner Bewerbung - zu einem Gespräch einladen?
Das ist die zentrale Frage, auf die Ihre Initiativbewerbung Antworten liefern sollte. 

Was konkret bieten Sie an (und sonst evtl. niemand anderes oder nur wenige andere?) oder worin haben Sie Erfahrungen? Diese Angaben sollten für die Firma von großem Interesse sein. 

Ein weiterer Punkt, damit eine Initiativbewerbung erfolgreich sein kann ist zudem der richtige Zeitpunkt dafür – kommen Sie dort an „zur richtigen Zeit und am richtigen Ort.“

Eine willkürlich erstellte Bewerbung wird hier wenig erfolgreich sein. Es gilt, das zu bewerbende Unternehmen möglichst gut zu kennen (da es sich um einen Wunscharbeitgeber für Sie handelt) und seine Neuigkeiten möglichst genau zu verfolgen:
Was passiert denn eigentlich gerade in der speziellen Branche des Unternehmens? Gibt es evtl. gerade eine Umstrukturierung oder bahnt sich eine solche bald evtl. an? Wertvolle Informationen liefern dazu die Wirtschaftsnachrichten und die eigenen Pressemitteilungen der Firma. 

Lesen Sie diese gründlich und informieren Sie sich in verschiedenen Medien!

Und letzten Endes muss das Unternehmen natürlich auch Budget zur Verfügung haben, um jetzt gerade jemanden einstellen zu können. Das können Sie meistens nicht wissen – dabei sollten Sie auch ein bisschen auf Ihr Glück vertrauen. 
Erst wenn all diese Punkte schlüssig zusammentreffen, besteht eine reelle Chance auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. 

Sollten Sie also überlegen, ob Sie sich auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben oder initiativ, bestehen die größeren Chancen wohl meist bei der ausgeschriebenen Vakanz.

Dennoch stellt die Möglichkeit der Initiativbewerbung eine Chance dar und sollte auch weiterhin genutzt werden. 
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, Ihren Wunscharbeitgeber von sich zu überzeugen – auch wenn eigentlich gar kein Bedarf dort besteht. 

Herzlichst, Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 15:23:34 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen

20.07.2019

7 hilfreiche To Do´s wie Sie als Bewerber/-in das „Sommerloch“ aktiv für sich nutzen

Bewerbung Jobsuche Sommer Sommerloch.jpg

Sommer, Sonne, Sonnenschein und alles läuft so wie Sie es sich gerade idealerweise auch vorstellen. Oder?
Man könnte ja meinen, dass die Stellensuche im Sommer leichter und irgendwie besser laufen sollte als im Herbst / Winter, wenn es draußen trist und grau ist. Eigentlich. 
Wären da nicht „nur“ die besonderen Herausforderungen am deutschen Arbeitsmarkt, die die Jobsuche gerade in der hellen Jahreszeit deutlich erschweren:

Das „Sommerloch“.

Vielleicht haben Sie sich selbst ja auch schon einmal in missmutiger Stunde bei dem Gedanken erwischt, dass „viele Personalentscheider und Führungskräfte sich ausgerechnet gerade jetzt nicht am Arbeitsplatz befinden, sondern im Urlaub!“? Doch gönnen Sie ihnen bitte den wohlverdienten Urlaub! 

Es ist festzustellen, dass es in den online Stellenbörsen momentan wenige bis sehr wenige und zudem kaum neue Stellenausschreibungen gibt. Die darin vorhandenen Jobs kennen Sie schon fast auswendig und es tut sich auch irgendwie so gar nichts Neues? Geld haben Sie auch derzeit nicht so viel übrig, als dass Sie es der Gegenseite nachmachen und Ihrerseits in den Urlaub fahren könnten? 

Kopf hoch – es gibt selbst während des „Sommerlochs“ viel, was Sie selbst tun können und vielleicht gerade jetzt auch definitiv tun sollten, wenn Sie schon bald als Bewerber/ -in erfolgreich sein möchten:

1. Bringen Sie doch mal Ihre Bewerbungsunterlagen „auf Vordermann“:
Wie lange bewerben Sie sich eigentlich schon und wann haben Sie sich zuletzt eigentlich Ihren Lebenslauf angesehen? Ist das Anschreiben im Stil noch aktuell und wie steht es denn um Ihre Anlagen, wie Zeugnisse, Referenzen und Zertifikate?
Es lohnt sich, nach einigen Monaten der aktiven Bewerbungsphase einen grundsätzlichen Check Up der eigenen Unterlagen durchzuführen. 

Achten Sie dabei vor allem darauf, ob sich in der Zwischenzeit seit dem letzten Eintrag im CV evtl. etwas Neues ergeben hat, wie soziales Engagement, Kurse, Seminare oder Nebenjobs. (Fast) alles ist dabei wichtig, denn Sie sollten nach außen hin immer aktiv erscheinen. 

Könnten Sie Ihre Zeugnisse und Zertifikate evtl. ausdünnen oder sogar neu strukturieren?
Es gibt viele Ideen und Möglichkeiten, die Papiere inhaltlich und optisch „aufzupeppen“. Lassen Sie ggf. jemand anderen querlesen, denn vier Augen sehen oft mehr als zwei. 

2. Gönnen Sie sich eine bewusste kleine Auszeit:
Auch wenn die eigenen Finanzen während der Stellensuche vielleicht gerade nicht die besten sind, sollten Sie sich eine kleine Auszeit gönnen, in der Sie Abstand vom Bewerbungsprozess nehmen. Nur so können Sie langfristig motiviert und konzentriert arbeiten. 

Es muss ja nicht gleich die große Fernreise sein, aber ein gewisser Abstand und vor allem auch ein Ortswechsel bewirken oft Wunder. Vielleicht gönnen Sie sich einfach mal einen schönen Tagesausflug oder sogar mal ein Wochenende in einer anderen Stadt? Das muss gar nicht teuer sein. Es gibt oft günstige Angebote für die dich rechtzeitig vorausplanen. Falls Sie arbeitslos sind: Bitte nicht vergessen, vorher beim Jobcenter oder bei der Agentur eine Ortsabwesenheit zu melden!

3. Recherchieren Sie Arbeitgeber:
Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten online Portale, wie XING, LinkedIn, Kununu etc., in denen Sie weitergehende Nachforschungen über Ihre „Traumarbeitgeber“, bei denen Sie ja vielleicht auch schon eine Bewerbung laufen haben, anstellen können.
Nutzen Sie die Urlaubszeit und informieren Sie sich ggf. auch in der Presse. Finden Sie heraus, ob das Wunschunternehmen auch wirklich so positiv dasteht. Auch ein Blick in die Bilanz kann bei Konzernen sehr aufschlussreich sein. Zudem können Sie im Bewerbungsgespräch dann ggf. mit Wissen glänzen, dass nicht jede Kandidatin, bzw. jeder Kandidat aufweisen kann – eine Win-Win-Situation also. 

4. Lesen Sie Fachliteratur:
Gerade Sie als Experte / Expertin sollten im Vorstellungsgespräch als solche/r überzeugen können. Auch ist eine beliebte Frage bei Hobby-Lesern, welchen Buchtitel Sie gerade lesen. Dazu sollten Sie immer ein Buch nennen können. Ist das Buch dann auch noch ein Fachbuch, glänzen Sie gleich umso mehr. Keine Angst – an dieser Stelle dürfen Sie gern als „Streber“ gelten. 

5. Überprüfen Sie Ihre mentale Power und lassen Sie sich coachen:
Wie fühlen Sie sich eigentlich gerade in Ihrer Position als Bewerber/-in? Sind Sie voll motiviert und kennen Sie all Ihre persönlichen Stärken und Erfolgsfaktoren? Oder gibt es aktuell kleine Schwächen, die Ihnen (immer wieder) im Wege stehen? Wie steht es um Ihr Selbstwertgefühl? Gehen Sie „auf Augenhöhe“ in die Vorstellungsgespräche oder fühlen Sie sich minderwertig, weil Sie vielleicht arbeitslos geworden sind? 
Ein professionelles Coaching kann Ihnen hier helfen. Suchen Sie sich dazu einen Berater, der zu Ihnen passt und den Sie auch menschlich sympathisch finden. Vertrauen spielt beim Coaching eine zentrale Rolle. 

6. Kümmern Sie sich um die Familie und Freunde:
Gerade eine Stellensuche ist oft langwierig und ein Full-Time Job. Das Suchen nach passenden Stellen und die Formulierung individueller Anschreiben sowie das Wahrnehmen der anstehenden Gespräche, das Netzwerken und die Pflege der Profile in den sozialen Netzwerken nimmt viel Zeit in Anspruch, die in vielen Fällen von der Zeit für Freunde und Familie abgezweigt werden muss. 

Rufen Sie doch mal wieder jemanden an, den Sie lange nicht mehr gesprochen haben oder treffen Sie sich auf ein sommerliches Getränk oder Abendessen in gemütlicher Runde. Momentan passiert sowieso nicht allzu viel in Bezug auf die Jobsuche. So laden Sie gleichzeitig auch Ihren Akku wieder mit schönen Erlebnissen auf, wovon Sie mental deutlich profitieren. Machen Sie etwas Schönes und sammeln Sie positive Eindrücke!

7. Lassen Sie sich auch mal hängen:
Wer immer nur auf Abruf ist, um keine Einladung zu einem Gespräch zu verpassen und immer gestylt und ordentlich in die Gespräche gehen muss, der hat sich auch mal eine Auszeit verdient. Lassen Sie sich auch mal hängen und bleiben Sie doch auch mal einen ganzen Tag lang geplant faul, wenn Sie können. Lassen Sie auch den Haushalt Haushalt sein. Schlafen Sie länger und nehmen Sie sich Zeit für sich selbst, wenn Sie können. 

Der nächste Job kommt ganz bestimmt und das ist meistens dann auch sehr schnell. Nutzen Sie die freie Zeit – sie wird voraussichtlich nicht mehr so schnell zurückkommen!

Ganz in diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen einen schönen Sommer!

Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 11:28:24 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen

23.04.2018

Der souveräne Umgang mit einem „Problem-Lebenslauf“

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Nicht immer läuft alles so wie geplant im Laufe des Berufslebens und insofern auch nicht im beruflichen Werdegang. Solche Ereignisse haben letztlich immer auch Einfluss auf Ihren schriftlichen Lebenslauf. 

Die zu klärende Frage ist zunächst, wie konkret unsere moderne Arbeitswelt einen sogenannten „Problem-Lebenslauf“ definiert. Wichtig vorauszuschicken ist hier der generelle Einfluss von Subjektivität. Fragen Sie drei Personen, werden Sie dabei gelegentlich auch auf mindestens drei Meinungen treffen. Die folgenden Tatsachen können grundsätzlich einen negativen Einfluss auf den Lebenslauf nehmen und ihn bei mehreren zusammentreffenden Fakten, bzw. bei extrem ausgeprägten Ereignissen in Kombination oder einzeln zum „Problem-Lebenslauf“ mutieren lassen:

• Kurze Betriebszugehörigkeiten (z.B. unter 1,5 Jahre)
• Extrem kurze Betriebszugehörigkeiten (einige Monate)
• Kündigungen / Wechsel in der Probezeit
• Längere oder sogar lange Zeiten ohne Beschäftigung (z.B. ab 6 Monaten, bzw. auch Jahre)
• Häufige Wechsel zwischen den Abteilungen in einem Unternehmen ohne ersichtlichen Aufstieg
• Hin- und Herspringen zwischen unterschiedlichen Arbeitsbereichen oder hierarchischen Positionen in unterschiedlichen Stellen etc.

Die Liste ist lang. 

Es kann beispielsweise durchaus vorkommen, dass Sie ungewollt ein Unternehmen verlassen müssen und manchmal vielleicht auch schon früher als geplant. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Manchmal erfährt der Stelleninhaber auch nicht einmal den wahren Grund - andere Begründungen werden vorgeschoben. Häufig basiert solch ein ungeplanter Wechsel jedoch auf einer betriebsbedingten Kündigung, wenn also beispielsweise der Arbeitsplatz entfällt oder die Stelle ins Ausland verlagert wird. -In Zeiten der Prozess- und Kostenoptimierung relativ häufig vorkommend.

Natürlich entstehen so mitunter auch kurze Verweilzeiten in Unternehmen. Gelegentlich ist der Wechsel natürlich auch durch den Mitarbeiter selbst bedingt – wie bei einer Eigenkündigung - um eine andere Stelle anzutreten, weil irgendetwas an der Firma, am Vorgesetzten oder am Team nicht gepasst hat. Außerdem geschehen im Leben nun auch einmal Dinge, die sich einfach nicht planen lassen und die man nicht beabsichtigt. Ein längerer Arbeitsausfall und somit u.U. auch eine Lücke im Lebenslauf kann schließlich auch durch eine schwere Erkrankung begründet sein.

In jedem Fall steht der Bewerber mit einem oder sogar mehreren solcher Wechsel oder Kurzzeiten zwischen den Unternehmen oder mit längeren oder häufigen Zeiten ohne Beschäftigung oft vor der großen Herausforderung, den eigenen Lebenslauf trotzdem optimal „verkaufen“ zu müssen. -Nämlich spätestens dann, wenn es ins Vorstellungsgespräch geht. 
Wie nun aber verhalten Sie sich grundsätzlich bei gleichbleibender Souveränität mit solch einem „Problem-Lebenslauf“? Wie gelingt die Formulierung einer dazu passenden Bewerbungsstrategie und wie stellen Sie den Lebenslauf strukturell auf dem Papier dar, damit er auch weiterhin und zukünftig Anklang beim Leser findet?

Denken Sie an Ihre Festplatte: Auch diese sollte hin und wieder defragmentiert werden. Ebenso sollten Sie mit den einzelnen Puzzleteilen Ihrer Berufstätigkeit umgehen. Grundsätzlich ist jede Situation anders und zunächst immer individuell zu prüfen, bevor eine konkrete Strategie dazu entwickelt wird. Es passt eben gerade bei diesem Thema nicht alles für jeden und jede Situation – besondere Überlegungen müssen jeweils angestellt werden.

Manchmal lassen sich viele Kurzstationen thematisch einfach gut und schlüssig zusammenfassen. Eine andere Möglichkeit besteht auch darin, den Lebenslauf nach Themen oder Berufsfeldern aufzubauen – abseits des gewohnten Aufbaus. Kurze Zeiten ohne Beschäftigung (bis zu zwei, drei Monaten) gelten nicht zwangsläufig als „Lücke“ und müssen daher auch nicht unbedingt benannt werden. Es ist nicht immer davon auszugehen, dass man nahtlos von Stelle zu Stelle gelangt. 

Vielleicht aber waren Sie auch sehr lange in einem einzigen Unternehmen und hatten darin unterschiedliche Stellen? Dann stellen Sie doch einfach mal den Gesamtzeitraum in dem Unternehmen als eine Position in Ihrem beruflichen Werdegang dar – so wird die Gesamtdauer wesentlich transparenter und ist für den Leser schneller zu erkennen.

In jedem Falle sollten Sie jedoch selbstbewusst bleiben – schriftlich und in der mündlichen Präsentation - und möglichst dicht an der Wahrheit. Allerdings ist auch festzustellen, dass die volle Wahrheit nicht immer gut ankommt, bzw. einem Kandidaten auch dauerhaft im Wege stehen kann. 

Hand aufs Herz: Welches Unternehmen stellt beispielsweise einen Kandidaten ein, der offen und ehrlich zugibt an einer schweren psychischen Erkrankung zu leiden, die auch den Arbeitsalltag beeinflussen kann? Wird in solch einem Fall nicht doch eher geprüft, ob es evtl. noch einen anderen Kandidaten gibt, der „noch besser passt“? Leider wird das häufig der Fall sein – vor allem der Leistungsgesellschaft geschuldet, in der wir uns alle zusammen bewegen. 

Allerdings gibt es natürlich immer auch positive Gegenbeispiele. 

Jeder Bewerber muss auf jeden Fall für sich abwägen, wie offen und ehrlich er oder sie sich präsentieren kann und möchte. Es kann aber auch ratsam sein, gerade ganz bewusst offen und ehrlich mit einer solchen Herausforderung umzugehen. Denn nur so werden Sie letztendlich erfahren, in welchem Unternehmen und in welchem Umfeld Ihr „Thema“ eine untergeordnete Rolle spielt und stattdessen Wert auf Ihre Persönlichkeit und Ihre Arbeitsleistung gelegt wird. 

Bleiben Sie immer authentisch und verbiegen Sie sich nicht – auch wenn es einmal unangenehm wird. Es wird sich immer ein Umfeld finden, in das Sie optimal hineinpassen und in dem Sie wertgeschätzt werden. 

Das Wichtigste bleibt dabei Ihr Selbstwertgefühl, Ihr Durchhaltevermögen und Ihre Zuversicht. 

Herzlichst Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 09:08:13 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen


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