Martina Uppendahl

Bewerbungstraining & Karriereberatung


In unserem Bewerbungs- und Karriereblog mit Profi(l) 

erhalten Sie regelmäßig außergewöhnliche und spannende Fachartikel aus der Praxis. 



Auch andere finden unseren Blog "Ausgezeichnet":

Wir freuen uns über die Auszeichnung von stellenonline.de für die 

Top Blog-Posts über das Thema “Bewerbungsprozess” 2017

https://www.stellenonline.de/stellenonlinede-prasentiert-top-blog-posts-thema-bewerbungsprozess





Abonnieren Sie unseren Feed und bleiben Sie somit immer bestens informiert rund um die für Sie relevanten Themen und Fragestellungen zu Bewerbung und Karriere.




Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzerklärung:

Datenschutzerklärung

Herzlichst, 
Ihre Martina Uppendahl 

Neueste 5 Einträge

  • Leichter leben mit eigenem Konfliktmanagement - Persönliche Konflikte gezielt angehen, lösen und leichter leben
  • 7 hilfreiche To Do´s wie Sie als Bewerber/-in das „Sommerloch“ aktiv für sich nutzen
  • Karriere 4.0 - von Anfang an beruflich auf Erfolgskurs!?
  • Positives Denken durch selektive Wahrnehmung
  • Steigern wir doch unsere Motivation auch für unliebsame Angelegenheiten!

20.07.2019

7 hilfreiche To Do´s wie Sie als Bewerber/-in das „Sommerloch“ aktiv für sich nutzen

Bewerbung Jobsuche Sommer Sommerloch.jpg

Sommer, Sonne, Sonnenschein und alles läuft so wie Sie es sich gerade idealerweise auch vorstellen. Oder?
Man könnte ja meinen, dass die Stellensuche im Sommer leichter und irgendwie besser laufen sollte als im Herbst / Winter, wenn es draußen trist und grau ist. Eigentlich. 
Wären da nicht „nur“ die besonderen Herausforderungen am deutschen Arbeitsmarkt, die die Jobsuche gerade in der hellen Jahreszeit deutlich erschweren:

Das „Sommerloch“.

Vielleicht haben Sie sich selbst ja auch schon einmal in missmutiger Stunde bei dem Gedanken erwischt, dass „viele Personalentscheider und Führungskräfte sich ausgerechnet gerade jetzt nicht am Arbeitsplatz befinden, sondern im Urlaub!“? Doch gönnen Sie ihnen bitte den wohlverdienten Urlaub! 

Es ist festzustellen, dass es in den online Stellenbörsen momentan wenige bis sehr wenige und zudem kaum neue Stellenausschreibungen gibt. Die darin vorhandenen Jobs kennen Sie schon fast auswendig und es tut sich auch irgendwie so gar nichts Neues? Geld haben Sie auch derzeit nicht so viel übrig, als dass Sie es der Gegenseite nachmachen und Ihrerseits in den Urlaub fahren könnten? 

Kopf hoch – es gibt selbst während des „Sommerlochs“ viel, was Sie selbst tun können und vielleicht gerade jetzt auch definitiv tun sollten, wenn Sie schon bald als Bewerber/ -in erfolgreich sein möchten:

1. Bringen Sie doch mal Ihre Bewerbungsunterlagen „auf Vordermann“:
Wie lange bewerben Sie sich eigentlich schon und wann haben Sie sich zuletzt eigentlich Ihren Lebenslauf angesehen? Ist das Anschreiben im Stil noch aktuell und wie steht es denn um Ihre Anlagen, wie Zeugnisse, Referenzen und Zertifikate?
Es lohnt sich, nach einigen Monaten der aktiven Bewerbungsphase einen grundsätzlichen Check Up der eigenen Unterlagen durchzuführen. 

Achten Sie dabei vor allem darauf, ob sich in der Zwischenzeit seit dem letzten Eintrag im CV evtl. etwas Neues ergeben hat, wie soziales Engagement, Kurse, Seminare oder Nebenjobs. (Fast) alles ist dabei wichtig, denn Sie sollten nach außen hin immer aktiv erscheinen. 

Könnten Sie Ihre Zeugnisse und Zertifikate evtl. ausdünnen oder sogar neu strukturieren?
Es gibt viele Ideen und Möglichkeiten, die Papiere inhaltlich und optisch „aufzupeppen“. Lassen Sie ggf. jemand anderen querlesen, denn vier Augen sehen oft mehr als zwei. 

2. Gönnen Sie sich eine bewusste kleine Auszeit:
Auch wenn die eigenen Finanzen während der Stellensuche vielleicht gerade nicht die besten sind, sollten Sie sich eine kleine Auszeit gönnen, in der Sie Abstand vom Bewerbungsprozess nehmen. Nur so können Sie langfristig motiviert und konzentriert arbeiten. 

Es muss ja nicht gleich die große Fernreise sein, aber ein gewisser Abstand und vor allem auch ein Ortswechsel bewirken oft Wunder. Vielleicht gönnen Sie sich einfach mal einen schönen Tagesausflug oder sogar mal ein Wochenende in einer anderen Stadt? Das muss gar nicht teuer sein. Es gibt oft günstige Angebote für die dich rechtzeitig vorausplanen. Falls Sie arbeitslos sind: Bitte nicht vergessen, vorher beim Jobcenter oder bei der Agentur eine Ortsabwesenheit zu melden!

3. Recherchieren Sie Arbeitgeber:
Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten online Portale, wie XING, LinkedIn, Kununu etc., in denen Sie weitergehende Nachforschungen über Ihre „Traumarbeitgeber“, bei denen Sie ja vielleicht auch schon eine Bewerbung laufen haben, anstellen können.
Nutzen Sie die Urlaubszeit und informieren Sie sich ggf. auch in der Presse. Finden Sie heraus, ob das Wunschunternehmen auch wirklich so positiv dasteht. Auch ein Blick in die Bilanz kann bei Konzernen sehr aufschlussreich sein. Zudem können Sie im Bewerbungsgespräch dann ggf. mit Wissen glänzen, dass nicht jede Kandidatin, bzw. jeder Kandidat aufweisen kann – eine Win-Win-Situation also. 

4. Lesen Sie Fachliteratur:
Gerade Sie als Experte / Expertin sollten im Vorstellungsgespräch als solche/r überzeugen können. Auch ist eine beliebte Frage bei Hobby-Lesern, welchen Buchtitel Sie gerade lesen. Dazu sollten Sie immer ein Buch nennen können. Ist das Buch dann auch noch ein Fachbuch, glänzen Sie gleich umso mehr. Keine Angst – an dieser Stelle dürfen Sie gern als „Streber“ gelten. 

5. Überprüfen Sie Ihre mentale Power und lassen Sie sich coachen:
Wie fühlen Sie sich eigentlich gerade in Ihrer Position als Bewerber/-in? Sind Sie voll motiviert und kennen Sie all Ihre persönlichen Stärken und Erfolgsfaktoren? Oder gibt es aktuell kleine Schwächen, die Ihnen (immer wieder) im Wege stehen? Wie steht es um Ihr Selbstwertgefühl? Gehen Sie „auf Augenhöhe“ in die Vorstellungsgespräche oder fühlen Sie sich minderwertig, weil Sie vielleicht arbeitslos geworden sind? 
Ein professionelles Coaching kann Ihnen hier helfen. Suchen Sie sich dazu einen Berater, der zu Ihnen passt und den Sie auch menschlich sympathisch finden. Vertrauen spielt beim Coaching eine zentrale Rolle. 

6. Kümmern Sie sich um die Familie und Freunde:
Gerade eine Stellensuche ist oft langwierig und ein Full-Time Job. Das Suchen nach passenden Stellen und die Formulierung individueller Anschreiben sowie das Wahrnehmen der anstehenden Gespräche, das Netzwerken und die Pflege der Profile in den sozialen Netzwerken nimmt viel Zeit in Anspruch, die in vielen Fällen von der Zeit für Freunde und Familie abgezweigt werden muss. 

Rufen Sie doch mal wieder jemanden an, den Sie lange nicht mehr gesprochen haben oder treffen Sie sich auf ein sommerliches Getränk oder Abendessen in gemütlicher Runde. Momentan passiert sowieso nicht allzu viel in Bezug auf die Jobsuche. So laden Sie gleichzeitig auch Ihren Akku wieder mit schönen Erlebnissen auf, wovon Sie mental deutlich profitieren. Machen Sie etwas Schönes und sammeln Sie positive Eindrücke!

7. Lassen Sie sich auch mal hängen:
Wer immer nur auf Abruf ist, um keine Einladung zu einem Gespräch zu verpassen und immer gestylt und ordentlich in die Gespräche gehen muss, der hat sich auch mal eine Auszeit verdient. Lassen Sie sich auch mal hängen und bleiben Sie doch auch mal einen ganzen Tag lang geplant faul, wenn Sie können. Lassen Sie auch den Haushalt Haushalt sein. Schlafen Sie länger und nehmen Sie sich Zeit für sich selbst, wenn Sie können. 

Der nächste Job kommt ganz bestimmt und das ist meistens dann auch sehr schnell. Nutzen Sie die freie Zeit – sie wird voraussichtlich nicht mehr so schnell zurückkommen!

Ganz in diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen einen schönen Sommer!

Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 11:28:24 @ Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen

05.05.2019

Karriere 4.0 - von Anfang an beruflich auf Erfolgskurs!?

Welpe mit Tablet.jpg
Welche Tätigkeiten, Erfahrungen und Aktivitäten wirken sich positiv auf den Lebenslauf der Zukunft aus – falls es diesen dann überhaupt noch gibt? Welche Kandidaten werden erfolgreicher sein als andere? Wer wird den Kampf um die wenigen verbleibenden Jobs gewinnen?

Die Arbeitswelt 4.0 erfordert von uns allen verstärkt den Einsatz und die Bildung von interpersonellen Kernkompetenzen in Bezug auf Flexibilität, auf eine schnelle Anpassungsfähigkeit an völlig neue Umstände – vor allem an die Zusammenarbeit mit Maschinen. Dies belegte bereits die Telekom Studie „Arbeit 4.0“ vom 02.09.2015:

https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/maschinen-werden-kuenftig-kollegen-sein-349222
Die Organisationen und Arbeitsformen wie wir sie heute kennen, werden sich mehr und mehr auflösen, eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit wird zum Standard, Routinen kaum noch denkbar. 

Eine große Herausforderung für uns alle, die wir uns dann (noch) im arbeitsfähigen Alter befinden. Umso größer die Forderungen an aktuell junge Menschen, die gerade erst in die Arbeitswelt eintreten. Noch viel größer die Veränderungen, die derzeitige Absolventen und Azubis im Laufe ihres gesamten Berufslebens bewältigen müssen. Sie werden berufliche Szenarien erleben, die es heute noch gar nicht gibt, die heute noch nicht vorhersagbar sind und auf die wir uns insofern auch noch nicht aktiv vorbereiten können. 

Wie also kann es so überhaupt gelingen, sich beruflich „von Anfang an“ adäquat auf Erfolgskurs zu trimmen in einer digitalisierten Welt? Geht das überhaupt?

Sicherlich kann eine optimale Vorbereitung auf zukünftige Erfolgsprofile nicht im Detail erfolgen, da es schlicht und einfach an Erfahrungen fehlt. Orientieren können und sollten wir uns daher an bereits bekannten Fakten und an vorhandenen Erfahrungswerten:

Simpel formuliert lässt sich somit allein schon in Bezug auf die Berufswahl Erfolg Versprechendes ableiten. Ein in der Zukunft heiß begehrtes Berufsbild kann sicherlich ein Beruf mit dem Schwerpunkt Technik, Software-Programmierung oder Elektronik sein. Kreativität, Anpassungsfähigkeit und soziale Kompetenzen werden dabei zunehmend gefragte Soft Skills sein. Je mehr Fremdsprachen gesprochen werden können, desto besser. Je mehr wir uns schon heute gesellschaftlich engagieren, desto mehr Erfahrungen können wir auch sammeln. 

Beruf sollte idealerweise immer auch Berufung sein. Etwas anderes zu erlernen als was unseren individuellen Fähigkeiten entspricht, ist widersinnig und kann langfristig nicht gelingen. 

Trotzdem können und sollten gerade junge Menschen achtsam sein und die berufliche Richtung geschickt wählen. Für gewöhnlich haben wir vielseitige Fähigkeiten, die in unterschiedlichen Kombinationen eingesetzt jeweils ganz andere Berufe oder Positionen ergeben. Eher nicht in die Überlegungen einzubeziehen wären somit also berufliche Ausrichtungen, die schon heute auf gewisse Zeit hin absehbar verschwinden, wie beispielsweise „Telefonverkäufer, Schreibkräfte und Rechtsanwaltsgehilfen“ - siehe WELT-Artikel „Droht mit Digitalisierung jedem zweiten Job das Aus?“  vom 11.01.2016 von Stephan Dörner:

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article150856398/Droht-mit-Digitalisierung-jedem-zweiten-Job-das-Aus.html
Es lohnt sich also die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt aufmerksam zu beobachten und sich gezielt das Wissen anzueignen, das aktuell jeweils gefragt ist. 

Bleiben wir „am Ball“! Gerade auch für ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen relevant:

Die lebenslange Qualifizierung wird immer wichtiger! Wer seit Jahren ausschließlich in seinem ursprünglich erlernten Beruf verhaftet bleibt ohne sich weiter zu qualifizieren, wird langfristig ins Hintertreffen gelangen. Neben fachlichen Qualifikationen wie Ausbildung, Studium und Weiterbildungen spielen vor allem aber auch die weichen Faktoren – Soft Skills – eine entscheidende Rolle und auch diese können wir kontinuierlich ausbauen und weiterentwickeln:

Verlassen wir doch einfach häufiger unsere „Komfortzone“!

Dort wo wir uns wohl fühlen und wo wir schon alles kennen, fühlen wir uns bekanntlich sicher. Wer jedoch seine Wohlfühlzone nicht verlässt, kann sich auch nicht weiterentwickeln. Mit dem Ausprobieren von Neuem und sich unbekannten Situationen auszusetzen, trainieren wir quasi die Fähigkeit, flexibel und anpassungsfähig zu sein. Wir entwickeln uns weiter. 
Je häufiger wir uns Neuem stellen, umso gelassener können wir zukünftig mit veränderten Situationen umgehen – wir haben gelernt, auch Unbekanntes zu meistern. 

Natürlich ist das manchmal nicht leicht und vielleicht sogar auch regelrecht unbequem. 

„In neuerer Zeit ist Wachstum zum wichtigsten Heilmittel gegen Arbeitslosigkeit geworden.“ (Zitat von John Kenneth Galbraith (*15.10.1908-†29.04.2006), Ökonom

Wachsen wir also weiter! 

Widmen wir uns dabei doch einfach mal den Themen die uns wirklich begeistern, nicht nur den Bereichen die von uns erwartet oder die für uns beruflich oder persönlich vorgesehen werden. Und schon kann Wachstum zur größten Freude werden, der wir uns hingebungsvoll widmen werden – eine optimale „Win-win-Situation“. Bleiben wir kreativ…

Viel Neugier und Wissensdurst auf diesem Weg wünsche ich uns allen dabei von Herzen 
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 11:24:27 @ Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen

21.09.2018

Kommunikativ „auf Zack“! Sprache in der Globalisierung und Digitalisierung

shutterstock_1149572357.jpg

Wie werden wir mit künstlichen Intelligenzen (KI) im Beruf sprachlich umgehen (müssen) und kommunizieren? Muss sich unsere Kommunikation vollständig verändern und versachlichen? 

Da Roboter keine echten Gefühle empfinden können und nur durch die vorgenommene Programmierung in eine bestimmte Richtung agieren, wird die Durchschnitts-KI voraussichtlich eher sachlich kommunizieren. Doch was ist mit der sprachlichen Beziehungsebene, auf deren Basis sich Sympathie oder Antipathie entwickeln? In welcher Sprache werden wir perspektivisch kommunizieren? 

Abseits jeglicher KI sind aktuell im Zuge der Globalisierung und fortschreitenden internationalen Digitalisierung gute fremdsprachliche Kenntnisse hilfreich und wichtig, Tendenz steigend. Nun kommt es allerdings noch darauf an, in welchem Beruf und in welcher Branche Sie tätig sind und welche Sprachen Sie darin sprechen müssen. Nicht überall müssen Sie heute zwingend verhandlungssicheres Englisch vorweisen. Doch auch diese Tatsache ist dem Wandel unterworfen: Englisch ist vielerorts schon absoluter Standard – teilweise sogar in Berufen, in denen es zuvor auch ohne Englisch ging. Im IT Bereich kommt man ohne Englisch kaum weiter. Auch von Teamassistenten und einfachen Büromitarbeitern wird häufig schon Englisch gefordert. Am Stellenmarkt werden Sie heute nur noch wenige Stellen finden, bei denen nicht zumindest Grundkenntnisse in Englisch gefordert werden. Die Roboter der Zukunft werden vor allem im englischsprachigen Raum wie im Silicon Valley entwickelt – dem Bereich der English und digital Natives!  

Im Informationszeitalter lässt sich eine deutliche Zunahme von verwendeten Anglizismen feststellen. Oder „organisieren“ Sie noch, wo andere schon längst „managen“? Bringen Sie Kompetenzen im „Change Management“ mit oder können Sie sich dem Wandel nur schwer anpassen? Und fühlen sich fit genug bei der Berechnung Ihrer Key Performance Indicator (KPI) oder arbeiten Sie noch mit alten Kennzahlensystemen?

Roboter allerdings „pfeifen auf Englisch“, so der Standard: https://www.derstandard.de/story/2000062127065/ki-experiment-beendet-weil-bots-eigene-sprache-entwickelten

Ein bereits durch Facebook durchgeführtes Experiment mit zwei untereinander kommunizierenden Bots bewies und unterstrich diese These. Die KI entwickelten sogar eine ganz eigene Sprache untereinander, wie Fast Company hier ganz deutlich dokumentiert: https://www.fastcompany.com/90132632/ai-is-inventing-its-own-perfect-languages-should-we-let-it

Wird die Arbeitnehmerschaft der Zukunft sich dieser womöglich völlig neu entstehenden Sprache anpassen müssen? Denkbar ist dieses Szenario m.E. wohl am ehesten in einem innovativen Hightechkonzern-Umfeld. Wer dort arbeiten möchte und die Zukunft für sich sieht, sollte die Beherrschung gängiger Sprachen in jedem Falle für sich zum Standardprogramm zählen. 

Englisch ist heute noch Welt- und Geschäftssprache Nummer eins, wird vielleicht aber auch bald abgelöst werden. Weitere Sprachkenntnisse sind immer ein Vorteil. Wer grundsätzlich besser und vielseitiger gebildet ist, wird immer auch zukunftsfähigere Chancen am Arbeitsmarkt haben, das ist klar – auch jenseits vom Sprachthema. Mehr ist in diesem Bereich auch mehr:

Bewerber/ -innen mit weiteren Kenntnissen werden dort bevorzugt eingeladen und eingestellt, wo diese Kenntnisse hilfreich oder gar notwendig zur Bewältigung der Position sind. Grundsätzlich gilt doch: Je internationaler Sie arbeiten möchten und je mehr Karriere Sie machen möchten, umso wichtiger sind auch gute Sprachkenntnisse. Als Führungskraft beispielsweise kann eine überdurchschnittliche Kommunikationsfähigkeit - in der eigenen wie auch in einer anderen Sprache – gleichzeitig ein besonderer persönlicher Erfolgsfaktor sein. Hinzu sollten im Idealfall auch soziale Kompetenzen kommen, wie interkulturelle Fähigkeiten und Empathie – eine klare Abgrenzung und Heimvorteil für den Menschen – ganz im Gegensatz zur KI.

Ob Sie in der betreffenden Stelle dann tatsächlich Englisch sprechen oder verstehen müssen, ist jedoch noch einmal eine andere Frage, denn Stellenausschreibungen sind immer auch ein Transportmittel für die Kommunikation der Arbeitgebermarke nach außen (Employer Branding). Und wie bei allen Marketing-Maßnahmen wird auch hier manchmal ein bisschen beschönigt, bzw. verstärkt.  Von daher empfehle ich, sich als Bewerber/-in nicht von den oft hochgestochenen Formulierungen einschüchtern oder gar abschrecken zu lassen.

Egal in welcher Sprache wir mit KI auch kommunizieren werden - abseits des Berufslebens hilft Ihnen die englische Sprache, bzw. weitere Sprachkenntnisse in jedem Fall gut weiter: Auf Reisen im Ausland oder selbst innerhalb Deutschlands. Sprache öffnet Türen und baut Brücken zu anderen Menschen, Kulturen und Mentalitäten. Für viele Menschen eine große persönliche Bereicherung. Wenn Sie sich allein anhand sprachlicher Kompetenzen weltweit unkompliziert und frei bewegen können, trägt dies gleichermaßen auch zu einem verbesserten Selbstbewusstsein für Sie bei. Und das kann ja nur von Vorteil sein, oder?

Entscheidend für den konkreten Bezug zwischen Branche und Sprache sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen weltweit in Bezug auf das eigene Land. Letztlich bleibt es Ihnen selbst überlassen, die eigenen Fähigkeiten objektiv und ehrlich einzuschätzen. Fühlen Sie sich dazu nicht in der Lage, können Sie jederzeit einen Einstufungstest bei einem Fremdspracheninstitut belegen und sich zusätzliches Feedback von Personen aus dem eigenen Umfeld einholen, die Ihre Kompetenzen beurteilen können. Und bleiben Sie sprachlich „am Ball“ – vor allem auch im Umgang mit künstlichen Intelligenzen. 
Die Welt vernetzt sich mehr und mehr - wer dabei weiter lediglich in der eigenen Sprache verhaftet bleibt, wird wohl leider irgendwann das gesellschaftliche „Schlusslicht” bilden.

Martina Uppendahl - 09:52:15 @ Coaching und Karriereberatung, Human Resources | Kommentar hinzufügen


Karte
Anrufen
Email
Info