Martina Uppendahl

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21.12.2017

Von der Relevanz der Inneren Stärke in Zeiten der Arbeitslosigkeit

Fotolia_165437602_Lsm.jpg10 praxiserprobte Verhaltens- und Denkweisen für den Erhalt des seelischen Gleichgewichts

Waren Sie schon einmal offiziell arbeitslos, bzw. Arbeit Suchend?

Falls nicht, wird Ihnen dieser Artikel dabei helfen, Betroffene besser zu verstehen.

Falls Sie selbst schon in der misslichen Situation waren oder sogar aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen sind, wird Ihnen dieser Artikel hoffentlich dabei helfen, emotional besser damit zurecht zu kommen.

Warum überhaupt empfinden wir Deutschen jedoch einen persönlichen Makel oder sogar existenzielle Ängste in Zeiten ohne eine feste Arbeitsstelle? Man könnte doch meinen, dass man sich gerade in Deutschland eher weniger Sorgen machen sollte, da das bestehende soziale Netz fast jeden gut auffängt und für die Grundversorgung gesorgt ist. Dazu gibt es ja schließlich auch das Arbeitslosengeld I und II.

In unserer täglichen Beratungspraxis erleben wir es jedoch anders: Wir erleben Menschen, denen es oft mental gar nicht gut oder sogar sehr schlecht geht. Menschen, die sich vor Freunden, Bekannten und Nachbarn schämen, keine Arbeit zu haben – ja sogar vor der eigenen Familie. Menschen, die sich bestimmte negative Kommentare im Bekanntenkreis anhören müssen und immer wieder gefragt werden, warum sie denn noch immer keine Stelle gefunden hätten, was denn da los sei.

An all diese „Bekannten“ und ewig nachfragenden Angehörigen und Freunde möchten wir uns zunächst mit der großen Bitte wenden, mit dem Fragen aufzuhören. Sobald die betreffende Person einen Job gefunden hat, wird er oder sie sich bestimmt zeitnah selbst mitteilen. Es verbessert die (psychische) Situation der arbeitslosen Person nicht, sondern bewirkt eher das Gegenteil: Negative Emotionen werden dadurch weiter verstärkt.

Die bessere Lösung wäre hier, aktive Hilfestellung anzubieten und Verständnis zu zeigen. Allein schon emotional kann wohl jeder ein Stückchen Hilfe anbieten.

Arbeitslos zu sein in einer hoch entwickelten Leistungsgesellschaft bedeutet für manchen Betroffenen quasi ein Eingeständnis des Scheiterns, des „weniger Wert seins“.

Allerdings möchten wir an dieser Stelle auch noch einmal klar verdeutlichen, dass in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung sowie der Monopolisierung von Unternehmen jeder Mensch Gefahr läuft, mindestens einmal im Leben ohne Job dazustehen – die Dauer dieser Zeiten lassen wir dabei zunächst unberücksichtigt. Egal welchen Beruf sie auch ausüben mögen, egal wie gut gebildet Sie auch sind, egal wie viele Abschlüsse, Zertifikate und Berufserfahrung Sie haben oder auch unabhängig von Ihrem Lebensalter – Arbeitslosigkeit kann auch Sie betreffen! Ja, auch Sie als Führungskraft oder auch Sie als langjährigen treuen Mitarbeiter.

Da dieses Phänomen der Arbeitslosigkeit - bedingt durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung – also immer mehr Menschen in der Zukunft betreffen wird, sollten wir uns auch intensiver mit dem Thema befassen, wie es gelingt, innerlich stark zu bleiben und resilient – also geschützt vor Burn Out und vor psychischen Erkrankungen.

Hierzu gibt es bereits zahlreiche optimale und hilfreiche Ratgeber und Informationen – teils wissenschaftlich basiert, teils nicht. Aus eigener Erfahrung möchte ich Ihnen in diesem kleinen Artikel aus eigener Erfahrung 10 Verhaltens- und Denkweisen an die Hand geben, um mit der Situation besser zurecht zu kommen - 10 praxiserprobte Verhaltens- und Denkweisen für den Erhalt des seelischen Gleichgewichts, die sich jeder kurzfristig mit etwas Übung aneignen kann:

1. Akzeptieren Sie die Situation so wie sie ist und fühlen Sie sich nicht persönlich schuldig – es hätte jeden treffen können.

2. Bleiben Sie selbstbewusst und strukturieren Sie Ihren Tagesablauf. Es ist wichtig, weiterhin früh aufzustehen und sich Tagesziele zu setzen. Planen Sie aber auch Zeiten der Ruhe und der Entspannung ein.

3. Versuchen Sie, der unfreiwilligen freien Zeit auch Positives abzugewinnen und nutzen Sie diese freie Zeit ganz bewusst, um z.B. endlich Dinge zu erledigen, die lange liegen geblieben sind oder intensivieren Sie Ihre Hobbies. Vielleicht planen Sie ja auch erst einmal einen schönen langen Urlaub?

4. Erzählen Sie möglichst vielen Personen von Ihrer Arbeitssuche – verstecken Sie sich nicht, denn viele Stellen werden mittlerweile über Netzwerke vergeben und nicht durch offene Stellenausschreibungen.

5. Nutzen Sie alle verfügbaren Kanäle, um auf sich aufmerksam zu machen, wie XING, LinkedIn, Headhunter, Personalberater, etc.

6. Bewerben Sie sich regelmäßig, aber „wohl dosiert“ – setzen Sie auf Qualität statt auf Quantität bei Ihren Bewerbungen und bewerben Sie sich nur auf Stellen, die Sie auch wirklich ausüben können und wollen.

7. Holen Sie sich aktiv Hilfe bei Experten, wenn Sie nicht allein weiterkommen, je nach Situation können dies Ärzte, Psychologen, Anwälte, Steuerberater, Coaches, Karriereberater, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Fotografen usw. sein. Aber natürlich auch Freunde, Verwandte und Bekannte und der eigene Partner.

8. Es ist wichtig, dass Sie jemanden finden, bei dem Sie sich auch mal aussprechen können, um alles was Sie bedrückt los zu werden und somit überschüssigen seelischen Ballast abzuwerfen.

9. Nutzen Sie die aktuelle Situation, um Ihre beruflichen Ziele neu zu strukturieren, um klar zu sein, wo die berufliche Reise nun idealerweise hingehen soll. Ist der bisherige Weg überhaupt noch der Richtige für Sie? Oder tät auch eine Umorientierung gut? Reflektieren Sie berufliche Erfolge und Misserfolge.

10. Überprüfen Sie Ihren Bildungsstand: Gibt es evtl. notwendige Weiterbildungen oder Zertifikate, die Ihre Chancen am 1. Arbeitsmarkt erhöhen können? Entsprechen Ihre Kenntnisse noch den aktuellen Arbeitsmarktanforderungen?

Das Wichtigste zuletzt bleibt vor allem immer, die Zuversicht und Hoffnung zu behalten – ganz egal wie lange es auch dauern wird, bis Sie Ihr Ziel erreichen und endlich die Stelle finden, die für Sie die Beste ist.

Auf diesem Weg wünschen wir Ihnen von Herzen viel Durchhaltevermögen und positive Gedanken!

Ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2018.

Herzlichst, Ihre
Martina Uppendahl

Martina Uppendahl - 11:59:04 @ Coaching und Karriereberatung | Kommentar hinzufügen

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